Mittwoch, 12. Dezember 2012

LMBN in Freiburg und Rosen fürs Babe

Als allererstes will ich kurz erläutern (mal wieder) was LMBN ist: Eine Lesebühne in Dortmund mit vier ausgezeichneten Slamern/Autoren/Daddys/Pimmelburschis, bei der ich monatlich live mit meinem Laptop zu einem Text von einem dieser Burschen illustriere. Andersrum machen wir das genauso: Ich sende einem der Jungs ein Bild und dazu entsteht ein Text wie man HIER sehn kann.

Diesmal waren wir in Freiburg im Theater und mit 800 Besuchern war das wohl die dickste Show die LMBN bis jetzt erlebt hat. Um das hier nochmal zu erwähnen: Es war GEIL! Danke Freiburg!

Mischa Sarim Verollet hat mir einen Text geschickt, bei dem es darum geht was er alles für seine Geliebte machen würde. Von Atombomen und Menschheitsvernichtung war alles dabei. Dazu hab ich dann in Freiburg ein Painting gemacht!


ABER was ich euch hier eigentlich erzählen will ist folgendes:
Ich hab da so einige kreative Freunde denen ich gerne nahe bringen möchte wie sie es schaffen ihr Bild durch ausrendern auf eine gewisse Qualitätsstufe zu heben.

Ich hatte für das Bild wärend der Show nicht ganz zwei Stunden Zeit. Wenn man viel Übung mit Farbe, Komposition und eine gute Bildidee hat kann man in dieser Zeit schon ein  ansehnliches Ergebnis erreichen jedoch ist in 2 Stunden nicht viel mehr zu schaffen als ein grober Mood und bis auf die eine oder andre Ecke geht da auch nicht viel mit Details. Also als erstes möchte ich jetzt zeigen was in 2 Stunden entstand:

Wie gesagt. Alles sehr grob. Ich hatte mir eine kleine Skizze mit perspektivischem Raster gebastelt und hab danach eigentlich nur Farbflächen mit Schatten und Licht definiert! Im Hintergrund hab ich Bildelemente fast nur als grobe Shape angedeutet aber man bekommt so zumindest ein Feeling für das, was dort eigentlich steht ( Bäume und Häuser und kleine Affen mit Eiswürfeln in der Unterhose ).

Als ich zu Hause war war klar, dass dieses Motiv es wert ist da nochmal Hand anzulegen und alles `auszurendern´. Ich hab dafür auch nochmal geschätzte 4-5 Stunden investiert. Man schau hier:

Als allererstes wird euch aufgefallen sein das ich das Motiv gespiegelt hab. Das war eine ganz bewusste Entscheidung weil die Lesbarkeit meiner Meinung dadurch zunimmt, und die Augen vom Türeingang hoch zum Mädchen wandern. So ensteht meiner Meinung nach eine schöne Leserichtung.

Rendern jetzt:
Ich versuche die Bilder anfangs so aufzubaun, dass ich mich nicht in Details verirre, und dazu hilft es auch einfach mal nicht direkt von Anfang an zu nah an das Bild zu zoomen. Am besten erstmal einen großen, groben Pinsel nehmen. Ich versuche überall im Bild gleichviel auszuarbeiten, auch damit es beim Arbeiten spannend bleibt, und man immer wieder in einer neuen Ecke neuen Fun with dat nice painting haben kann! ( Take a little bush here and there) Wenn es dann zu den Details geht und man alles im Bild auf eine gewisse grobe Ausarbeitungs-Stufe gebracht hat kann es mit den Details losgehn. dazu hier ein kleiner Vergleich:

Hier sieht man ganz gut was genau geschehn ist! Einerseits die Materialien etwas ausdefiniert ( Steine, Wiese, Ziegeln Bretter ) und natürlich noch weitere kleine Details hinzugefügt. Dazu zoom ich jetzt was das Zeug hält und fummle in allen Ecken rum bis das ganze Bild ( Zumindest im Vordergrund ) genügende Details aufweist bis ich persönlich sage; Hey das passt. Bei meiner ausgearbeiteten Version sieht man aber auch das der Hintergrund immer noch sehr sketchy und grob ist, was aber in diesem Fall auch wieder eine Bewusste Entscheidung ist, weil ich gerne einen Kontrast zwischen Detailreichtum und Detailarmut im Bild haben wollte.

Ich hätte natürlich nochmal weitere 5 Stunden Arbeit reinstecken können um dann völlig auszurasten und Jeden Stein mit Textur, Schatten und Licht zu versehen aber mir persönlich gefällt dieser Detailgrad ganz gut und ich empfinde dieses Painting jetzt für fertig.

Schlusswort:
Amurschle-town




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